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MITTELMEER

Die Tugend liegt im Mittelpunkt: Mediterráneo bedeutet inmitten der Erde. An seinen Ufern, im Zwischenlicht und bei 45 Grad, die Körper und ihre Formen am besten beschreiben, haben die großen Kunst- und Kulturvölker dank diesem Gleichgewicht an Licht ihre Blüte erlebt: Weder viel noch wenig Licht, denn beide machen blind und ein Blinder sieht nicht. Am Mittelmeer setzt sich die konkrete Sicht der Dinge durch, in der die wahre Kunst ruhen soll.
Betrachtungen von Antonio Gaudí, zwischen 1914 und 1926.

Ich habe fast ein Jahrzehnt gebraucht, um zu verstehen, was Tradition ist, und wir leben bereits seit fünf Generationen zwischen Tinte und Papier, zwischen Bildern und Typografie. Als Vertreter meines Berufs fühle ich mich der grafischen Kunst und der Kraft der Symbole, der Tiefgründigkeit der einfach erklärten Konzepte sehr nahe.

Als ich Sánchez-Santiago kennen lernte, nahmen mich sowohl seine Werke als auch seine Person gefangen. Er selbst erklärt seine besondere Art, die Welt zu sehen, seine universelle Individualität, unseren gemeinsamen und jetzt solidarischen Weg des Lebens.«Seine Suche, sein Mut, seine vereinfachende Tiefgründigkeit.

Ich bin Sánchez-Santiago für seine Farbe der Hoffnung, seine Bemühungen, zu erleuchten, seinen Willen zum Positiven dankbar. Wir gehören dieser Spezies der Glücklichen an, die wissen, dass man mit Anstrengung, Intelligenz und Enthusiasmus sein Ziel erreichen kann.

Sánchez-Santiago ist überzeugt, und sein Werk beweist es, dass ihn ein jeder Zweifel vor dem weißen Stoff ein Stückchen weiser macht und sich seine Ängste in Arbeit verwandeln. Ich weiß, er ist ein Künstler, der sein Handwerk versteht, ein echter „Corto Maltese des Mittelmeers“, der seine Überfahrt genießt, denn er weiß, dass jeder Augenblick seines Lebens einzigartig ist.
Es gibt kein Handbuch des Lebens. Niemand lehrt uns, wie wir unsere Kinder erziehen sollen oder wie man Freundschaften pflegt. Niemand sagt uns, dass nicht das Ende der Reise sondern der Weg das Ziel ist.

Eine alte Volksweise sagt: „Ein Segelschiff wird nie günstigen Wind haben, wenn es nicht weiß, wohin die Reise geht.“
Sánchez-Santiago lebt auf dem Wellenkamm mit dem Wind im Gesicht, er kennt seinen eigenen Kurs und hinterlässt ein Kielwasser aus Licht und Textur.

Sein Künstlerhandbuch ist ein Anker, der das Wissen und das Rüstzeug eines Künstlers hält, seine nicht einfach zu erklärenden Instinkte des Lebens in Form von grafischen Konzepten beschreibt, all jene Empfindungen und Gefühle, die aus dem Innern erwachsen und nicht in einfache Worte gefasst werden können, die Ausdrücke wahrer Bescheidenheit sind, Widerschein von Anstrengung, Leidenschaft, Übertragung und Verantwortungssinn für die menschliche Beschaffenheit.

Die Notwendigkeit, im eigenen Innern die Natürlichkeit seiner Inspiration zu suchen sowie eine Berufung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ermöglichen ihm diese Reise hin zu neuen Formen, um unsere ungewisse Gegenwart mit einzigartigen und einmaligen Stücken zu interpretieren.



Enric Borràs
HERAUSGEBER

ralla inferior

KALLIGRAFIE AUS EISEN

Die künstlerische Weiterentwicklung von Sánchez-Santiago ist  beispielhaft.
Er begann mit einer weit gefächerten Darstellung von  abstrakten und  materiellen Zeichen, wobei er unter anderem Naturelemente wie beispielsweise Schilfrohr verwendete. Andererseits hat er eine Vorliebe für die verschiedenen Nuancen der Ockerfarbe beibehalten: seine Landschaften aus Schilfrohr beweisen es.
Später schuf er Skulpturen und Bilder, in denen er in vollendeter Weise grafische Anspielungen über Kunstmetallteile in expressionistischem Stil  übermittelte: die Serie „caps“ (Köpfe) zeugt davon. In einer  ständigen Weiterentwicklung, die aber niemals bis zum Bruch führte,  fährt der Künstler fort mit seinen Großformaten, der Leidenschaft für die Materie und die Verwendung von Metalldraht.
Mit diesen Elementen und einer Veränderung  seiner Vorliebe bei den  Farben  -  jetzt herrschen kalte Blautöne vor -  übt  sein Werk eine bemerkenswerte Faszination aus.
Die Kalligrafie aus Eisen ist in Komposition und Ausdruck absolut schlüssig. Auf der Leinwand erscheinen neben den verschiedenen Blautönen ikonographische Elemente. So fällt uns vor allem ein Metalldraht auf, der eine mächtige und poetische Kalligraphie formt. Eine Handschrift, die die Begrenzungen der Leinwand sprengt und zu einem Dialog zwischen Pigment und Materia aufruft, einem Dialog zwischen Stoff und Objekt, zwischen expressionistischen Atem und  poetischem Energie.



Jaume Fàbrega
KRITIKER KUNST

 

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